Vera

Es gibt doch noch Leute, die mitdenken und sich nicht einfach  missbrauchen lassen.
Chapeau Frau Lengsfeld

Vera Lengsfeld widersteht Hetzkampagne gegen PEDIDA

 

25. Dezember 2014 von lautschriften

Ich hatte mir am Morgen dieses 24sten Dezembers vorgenommen, die Politik mal einen guten Mann sein zu lassen und stattdessen den lieben Gott in´s Zentrum dieses Festtages zu stellen. Eine ähnliche Idee hatten wohl auch andere kurz vor Weihnachten und so hab ich mich also doch mit den niederen Dingen des Daseins befassen müssen. Diese anderen, die sich in diesen Tagen ebenfalls Gedanken um das Wahre und Gute machen, waren mal Bürgerrechtler der DDR und haben sich nun PEGIDA mit einer Stellungnahme vorgeknöpft. Mit den Worten “Jesus hätte gekotzt, wenn er Euch getroffen hätte!” ist diese Erklärung ein abstoßender Missbrauch dieses für viele heiligen Namens ausgerechnet zur Weihnachtszeit. Auch Vera Lengsfeld, die schon dem SED-Staat widerstanden hat, wurde gefragt, ob sie dieses Pamphlet unterschreiben wolle. Sie wollte nicht.

VERA LENGSFELD
Die Propaganda, die jetzt auf Hochtouren läuft gegen die Bürger dieses Landes, welche im weitesten Sinne mit PEGIDA sympathisieren, ist beängstigend in ihrer Perfidie. Nun haben, sozusagen als Sahnehäubchen der Empörungs-Show, eine Reihe DDR-“Bürgerrechtler” einen Aufruf gegen PEGIDA unterschrieben. Unter vielem Gejaule gesellen diese sich unter anderem auch mit dem Satz “Ihr seid eine Schande!” in eine Reihe mit Justizminister Heiko Maas (“Schande!”), NRW Ministerpräsidentin Hannelore Krafft (“Rattenfänger!”) oder auch Bundespräsident Gauck ( “Chaoten!”) und unzähligen anderen Bewohnern des himmelreichenden deutschen Elfenbeinturms. Unbändig ist der Hass auf das sich erhebende Volk, die Verachtung springt wie im Gleichschritt aus den Redaktionen des Medienkartells, die Sportfreunde Stiller bei der Münchner Anti-PEGIDA-Demo trällern dazu eine wohlige Melodie. Die Widersprüchlichkeit zwischen Realität und veröffentlichter Realität ist in diesen Tagen für all jene geradezu mit Händen greifbar, die sich über PEGIDA in den alternativen Medien selbst informieren. Und das tun zum Glück immer mehr Menschen.

Vera Lengsfeld hat dieses unverschämte Hetzpapier nun nicht unterschrieben, denn sie hat sich als scheinbar Einzige von über 50 Leuten geweigert. Das ist die wahre Bürgerrechtlerin. Wenn ich mir die Gewalt ansehe, die man während und nach den Demos (Messerstiche, Prügel im Zug, Flaschenwürfe auf der Demo) den Anhängern von PEGIDA wie selbstverständlich und Seite an Seite mit Kirchen, Gewerkschaften und Altparteien, antut, dann frage ich mich, wie es sein konnte, dass man die Menschen mit Lügen und Verleumdungen wieder einmal so weit manipulieren konnte, dass sie es hinnehmen, dass andere Menschen wegen ihrer abweichenden Ansichten verfolgt werden. Menschen, die in den letzten Jahren aktiv gegen Abtreibung, Asylmissbrauch, Euro, Islamisierung oder radikalen Islam, etc. auf die Straße gegangen sind oder politisch sonstwie aktiv waren, können davon ein Lied singen. Viele, die die DDR erlebt haben oder den Kommunismus in Russland, fühlen sich im heutigen Deutschland wie in der Wiederholung eines miesen alten Films, von dem sie glaubten, er würde nie wieder aufgeführt werden.

Es ist definitiv und deutlich sichtbar für jeden, der sich mehr informiert als nur über die “Leitmedien”: Es gibt wieder politische Verfolgung in Deutschland, die wie in einem wahnsinnigen Konzert perfekt funktioniert: Die Medien schaffen die Pogrom-Stimmung, die Altpolitik legitimiert jene scheinbar demokratisch und auf der Straße agieren DGB, Verdi, DIE LINKE, Grüne und die kriminelle Antifa als ein eingespieltes Team von Einpeitschern und willigen, wütenden Häschern, denen der instrumentalisierte Hass aus jeder Pore dringt, wenn sie “NAZI” schreien und den Bürger meinen .

Sicher aber kann man bezüglich dieser “weihnachtlichen Grußworte” der sogenannten Bürgerrechtler sagen: Der Name Jesus Christus steht nicht für die Gewalt gegen Andersdenkende. Er steht nicht für Lügen. Er steht nicht für üble Nachrede. Er steht nicht für wütendes Geschrei, für blinden Hass, für die Spaltung von Menschen. Doch dieses Volk ist gespalten und ich denke, dass die sogenannten freien Medien (Siehe etwa das aktuelle Buch von Udo Ulfkotte “Gekaufte Journalisten”) den allergrößten Teil der Schuld daran tragen. Sie spielen das Lied, nach dem in diesem Land die eigenen Bürger nun schamlos von den Blockparteien niedergemacht werden können und sie spielen das Lied, nach dem all jene tanzen, die den Schwachsinn vom Rassismus, Fremdenhass und allgegenwärtigen Nazi bei PEGIDA noch wirklich glauben.

Quelle: Laufschriften

Mit dem Titel “Nicht in meinem Namen!” hat Vera Lengsfeld zu ihrer Entscheidung auf der Achse des Guten geschrieben – und wie so oft hat diese Frau vollkommen Recht und mit ihrem klaren Blick die Situation richtig eingeschätzt: http://nblo.gs/12eArA

Nicht in meinem Namen!

Eigentlich wollte ich mich schon in den Weihnachtsfrieden tief in die Provinz zurückziehen, wohin ich schon zu DDR- Zeiten vor den Zumutungen des Regimes geflüchtet bin. Dann erreichte mich ein Anruf. Ich sollte zu einer „Erklärung“ von 50 DDR- Bürgerrechtlern gegen Pegida Stellung nehmen. Erklärung ist nicht das richtige Wort für das Geschwurbel, das ein paar links- oder ultralinksaußen- Mitstreiter der DDR- Opposition ausgekotzt (ihre Wortwahl!) haben.

Es ist eine Art Hass- Rap auf das Volk, das schon 1989 nicht so wollte, wie die Möchtegern-Retter des Sozialismus, die scheiterten, weil mit der überwältigenden Mehrheit der Demonstranten keine neuen Experimente zu machen waren. Jetzt kommt die Retourkutsche nach dem Motto: Ihr habt den 89er Versuch „einer alternativen Demokratie“ dem „System“ geopfert. Spätestens an dieser Stelle hätten wenigstens die Redakteure von nicht linksradikalen Zeitungen stutzig werden müssen.

Mehr noch bei der ebenso kruden wie törichten „Kapitalismus“-Kritik. Der Kapitalismus wäre für die Flüchtlingsströme verantwortlich. Dabei kommt die Masse der Flüchtlinge aus Ländern, die dem Kapitalismus kaum ferner sein können, wie Eritrea, das bis vor kurzem noch von einem kommunistischen Regime beherrscht war.

Aber es scheint kein Unsinn groß genug sein zu können, um nicht gedruckt zu werden, wenn er nur einen Anti-Pegida-Stempel trägt. Peinlich, dass die weit über sechzig Jahre alten Verfasser sich einer Sprache bedienen, die so frühpubertär klingt, dass einem unwillkürlich Heinrich Heine einfällt, der in seinem „Wintermärchen“ seufzt: „Die Alten sind kindisch geworden, die meisten“.

Noch peinlicher: Dieses kindische Polit-Gestammel wird nun nicht nur von der TAZ, die es bestellt hat, oder von der linksradikalen „Jungen Welt“ verbreitet, sondern auch von den Qualitätsmedien, und das auch noch im Namen der „DDR- Bürgerrechtler“. Nicht in meinem Namen! Wenn das die Bürgerrechtler sind, will ich keine mehr sein!

Einer der Verfasser, Reinhard Schult war es, der, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, mit dem damaligen PDS- Vorsitzenden Gregor Gysi als Anwalt vor das Bundesverfassungsgericht gezogen ist, um für die Bundestagswahl 1990 zwei getrennte Wahlgebiete durchzusetzen, um dem Neuen Forum und den neu gegründeten Bürgerrechtsparteien eine Chance zu geben. Das eigentliche Ergebnis war aber, dass die PDS die Chance bekam, als Gruppe in den ersten gemeinsamen Bundestag einzuziehen und damit ihr Überleben zu sichern. Bernd Gerke war als einer der einflussreichsten Köpfe der Grünen Liga, einer späten Gründung, für die Spaltung der Ökologiebewegung mitverantwortlich, als sich seine Organisation einer gemeinsamen Parteigründung verweigerte. Noch Fragen?

Ach, ihr vereinigten Linken, die ihr ins gleiche Horn blast wie das Politik-Establishment: Wählt euch, um es mit Brecht zu sagen, doch ein anderes Volk und verschont uns mit euren Tiraden! Fröhliche Weihnachten!

Quelle: Die Achse des Guten