Unternehmergespraech

Vorwort:
Sie haben Ideen und wollen sich einbringen,haben aber keine Zeit um an unseren Veranstaltungen Teil zu nehmen, dann senden Sie einfach eine Mail an   dietmar.schlei@buergerplattfrom.net     und wir werden eine Lösungen finden.

Bürgerplattform lud Unternehmer zum Gespräch

UG 1

 

 

Im, trotz zusätzlicher Bestuhlung, bis auf den letzten Platz besetzten Raum, fand unser erstes Unternehmergespräch statt. Zuspruch, den wir uns zwar gewünscht, aber so nicht erwartet hätten.

 

 

UG 2

 

Von Zeitung und Politik gemieden, trafen sich interessierte Bürger, Hauswirtschaftlerin, Dachdecker, Sauerkrautunternehmer, Landwirt und Tierarzt, kleine Energieerzeuger und Fuhrunternehmer. Klaus Seidel und Dr. Förster führten durch den Abend, der auch Unternehmern aus Aachen,  Mannheim und Kaiserslautern sicher in Erinnerung bleiben wird.
Schon unsere erste Frage, nach dem momentan aufdringlichstem Problem führte zu einem Seufzer in der Runde. Die Bürokratie. Die Bürokratie ist es, die sehr viel Zeit, auch dringend benötigte Freizeit, bindet. Sie lähmt ganze Unternehmen.
Das warf dann auch die Frage auf, ob dies nicht eventuell eine Ablenkung sein könne. Eine Ablenkung von dem, was die Politik derzeit in Deutschland so vor hat.

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Gefragt, warum, denkt er, wenden  wir uns  gerade an die kleine und mittelständischen Unternehmer?

Göran Schricker sagte im Vorfeld der Veranstaltung dazu „Ich bin der Meinung, dass man als Unternehmer eine höhere Verantwortung hat, nicht nur für sich selbst und seine Familie, so wie Jeder, sondern auch für die Mitarbeiter des Unternehmens und die Gesellschaft als Ganzes. Je größer das Unternehmen, desto größer die Verantwortung. Gerade in der jetzigen Situation. Chaotische Zustände und ein weiteres Schrumpfen des Mittelstandes mit allen daraus folgenden wirtschaftlichen Folgen kann keiner von uns gebrauchen. Jeder von uns hat ohnehin genügend Arbeit am Hals. Dennoch haben wir nicht das Recht, uns zurückzulehnen und zuzuschauen, wie unsere Gesellschaft gespalten wird und die Menschen aufeinander losgehen weil sich wieder einmal Ideologie über Fachwissen und gesunden Menschenverstand stellt. Wir haben die Pflicht, uns zu engagieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen statt zu meckern.“

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und er trifft damit den Kern unseres Vorhabens.
Während kleine Unternehmen Ausbildungsplätze stellen und mit Arbeitsplätzen die Region stärken, gibt es immer neue Konzernfusionen, die den kleinen und mittelständigen Unternehmen das Wasser abgraben. Der Mittelstand kann ja- und will ja nicht weg. So sind diese kleinen Firmen die Gekniffenen. Sie können nicht, mittels windigen Steuerkonstrukten, Steuern sparen oder gar in Steueroasen abwandern. Sozialschmarotzen wie es die “großen” praktizieren ist sowieso kein Thema beim hiesigen Mittelstand, so deren Aussagen.
– Vernetzung.
Nicht der Kleinbetrieb nebenan, ist der “Feind” des eigenen Unternehmens, sondern die “großen” sind es, die beispielsweise Zulieferern das Leben schwer machen.
“Kleine” sollten sich untereinander mehr vernetzen. War das nicht mal der Sinn von IHK und Handwerkskammer. Haben die das Ziel aus den Augen verloren? Braucht die in der jetzigen Form überhaupt noch jemand?
Ein Kurzfilm zeigte dann anschaulich die Macht des Geldes und wie der Normalbürger diesem System, auch durch die Politik, immer mehr ausgeliefert wird. Die drohende Bargeldabschaffung ist dann das Ende jeglicher Selbstbestimmung des Bürgers. (Link zum Film- siehe unten)
Natürlich war auch das drohende Handelskomplott ein Thema.
Man war sich einig, dass der Protest gegen CETA, TTIP und was da sonst noch an Unsinnigem kursiert, stetig steigen muss.
Es muß verhindert werden!

Zu später Stunde einigte man sich dann noch auf 2 Arbeitsgruppen. Die eine wird sich mit der Landwirtschaft und der regionalen Direktvermarktung befassen und die andere mit dem Handwerk.
Der Anfang einer Vernetzung wurde also gemacht.
Ergebnisse und Neuerungen erfahren Sie, wenn es wieder heißt: Die Bürgerplattform lädt zum Unternehmergespräch.

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Weitere Infos zu den angesprochenen Themen:

  • drohende Abschaffung des Bargeldes

mit der Abschaffung des Bargeldes haben uns die Banken dann gänzlich in der Hand.
Der Bürger ist den Machenschaften der Bänker völlig ausgeliefert.
Mit dem Vorwand der Terrorbekämpfung macht man den Bürger gläsern und beraubt ihm seines Freizügigkeitsrechts. “Bargeld ist geprägte Freiheit” sagte mal jemand.
Schritt 1: Man wird ein Limit festlegen…
Schritt 2: “Große” Scheine wird es nicht mehr geben…
Schritt 3: Große Summen und Sachwerte unterliegen der Meldepflicht…

Versucht wird dieses Wahnsinnskonstrukt schon ansatzweise in Griechenland.
Die Troika hat den Griechen diese ruinöse “Hilfe” aufgezwungen.

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  • TTIP, Ceta und andere Verbrechen

Schon die Art und Weise des möglichen Zustandekommens dieser “Verträge”
ist schlicht ungesetzlich, ja gar kriminell.
Warum die Justiz und die, bei Abmahnungen so einfallsreichen Anwälte, an dieser Stelle nicht mal ansetzen, erschließt sich mir nicht. Angst? Ignoranz? Zwang zum “Stillhalten”? – ich weiß es nicht.
Nachfolgend einige Punkte, die ich der Ausarbeitung des Herrn Dr. Förster entnommen habe: (dafür möchte ich mich gleich an dieser Stelle mal bedanken)

– CETA- europäisch-kanadischer Freihandelsvertrag, ab 2009 unter Ausschluss der
Öffentlichkeit verhandelt, jetzt durchverhandelt, soll in 2017 wirksam werden,

-Gefahren CETA, TTIP: – sinkende Produktionsstandards als Wettbewerbsnachteil für den
Mittelstand – teure und intransparente Schiedsgerichtsverfahren – europäisches Vorsorgeprinzip versus amerikanischen Nachsorgeprinzip (z.B. gentechnisch veränderte Lebensmittel – Kennzeichnungspflicht EU ja, USA nicht – Wettbewerbsnachteil- USA will auch Zugriff auf „öffentliche Daseinsvorsorge“ – Prüfung auf „Marktkonformität“ von Gesetzen

. Politische Entwicklung und Auswirkungen für kleine und mittelständige Unternehmen-

  • Gefahren:
    – Datenlokalisierung
    – USA -Daten sind Waren, europäische Datenschutzgesetze damit hinfällig
    -Agrarbereich – USA hält wesentliche Teile der europäischen Lebensmittelstandards als nicht „science-based“ und somit für unzulässig, Tierschutz nur als „moralische Frage“ (nicht „sciencebased“) und über Schlichtung zu klären – TTIP nütze vor allem dem Mittelstand, so die Lobby, aber es geht nur darum „Marktinformationen besser aufzubereiten“ und mehr PR-Aktivitäten gegenüber dem Mittelstand zu machen
  • TISA– noch ist der Kampf um TTIP im vollen Gange, schon wird das Nächste nachgeschoben, – Die Öffentlichkeit sollte den Text desAbkommens eigentlich erst fünf Jahre nach einem möglichen Vertragsabschluss sehen dürfen
  • Gefahren: – unsere ganze Daseinsvorsorge wie Wasser, Energie, der öffentliche Personen-Nahverkehr, ja sogar die Bildung und das Gesundheitswesen könnten in die Hände internationaler Konzerne gelangen – Diese würden „dann die Verfügbarkeit, die Qualität und den Preis unserer Grundbedürfnisse bestimmen und kontrollieren.“ – es soll bestimmte Regelungen geben, „die vorsehen, dass einmal getroffene Privatisierungen nicht mehr rückgängig gemacht werden können.“ – auch bei Versagen nicht!

http://www.krone.at/Oesterreich/Hofer_Werde_keine_TTIP-Unterschrift_leisten-Gegen_US-Handelspakt-Story-503072

http://www.attac.de/ttip