Theater-Statement

Das Theater mit dem Theater
Wir geben Milliarden Euro für runtergewirtschaftete, geldgierige Banken aus, finanzieren Panzer, die nicht fahren, Hubschrauber, die nicht fliegen, aber für die Kultur hat man in Deutschland nichts übrig.
Dieses vom Bund vergeudete Geld hätte manch eine Kommune, manch Bildungseinrichtung und manches Theater retten können.
Leider will aber der Bund die schwarze Null, dabei haben wir aber schon zu viel davon.

Hinweis: Bei den obigen Bemerkungen handelt es sich ausschließlich um meine Meinung! Die Meinung anderer Mitglieder kann durchaus abweichend sein.
D.Schlei

———————————————————————————————————

Statement der Bürgerplattform für demokratische Erneuerung e.V zur gegenwärtigen Diskussion rund um unser Vogtlandtheater

Die geplante Kürzung des finanziellen Zuschusses im Haushalt der Stadt Plauen bedroht die Existenz des produzierenden Fünfspartentheaters der Stadt und die Fusion mit Zwickau.
Die Aufforderung des Plauener Oberbürgermeisters an den Landrat des Vogtlandkreises sich am Erhalt zu beteiligen, läuft ins Leere. Kommune und Kreis haben kaum finanzielle Spielräume.
Ursache sind Bundes- und Landespolitik! Das Bundeskabinett beschließt einen Haushalt mit einer “schwarzen Null” und schiebt damit das Finanzdefizit auf die Länderebenen und die Landesregierungen reichen das Problem an überforderte Kommunen und Kreise weiter.
Die südwestsächsischen Bildungs- und Kulturprobleme sind daher nicht regional, sondern bundesweit Realität.
Deutschland, das Land der Dichter und Denker, das reichste Land und Wirtschaftslokomotive in Europa kann sich vieles leisten :
Soldateneinsätze in Krisen- und Kriegsgebieten und Finanzgarantien in Milliardenhöhe für ESM und ESF.
Aber die Zukunft, die besonders in einem rohstoffarmes Land auf Bildung und Kultur basiert, wird kaputt gespart !

Unser Vogtlandtheater hat zwei Weltkriege und 40 Jahre den “real existierenden Sozialismus” überlebt.
Nach der Friedlichen Revolution vor 25 Jahren und “Leuchtturmpolitik” der sächsischen Regierung hat Plauen die Kreisfreiheit und nahezu alle überregionalen Ämter und die industriell geprägte Region alle Großbetriebe verloren. Jetzt soll auch noch das Vogtlandtheater den ökonomischen Zwängen geopfert werden !

Die Lösung des Problems sehen wir in einem regionalen und bundesweiten konzertierten Protest der Kulturschaffenden, der Politiker guten Willens und der Bürger. Adressaten sind Landesregierungen und Bundeskabinett über alle Medien.

Bürgerplattform für demokratische Erneuerung e.V. Plauen
Der Vorstand

Hier ein paar zusätzliche Informationen.
Antworten von Frau Eschenbrenner

– Was kostet uns das Theater jährl.?

2014 mit Haustarif ca. 17,2 Mio EUR davon ca. 1,6 Mio selbst erwirtschaftet

– Was wird eingespielt ?
Ca. 1,4 Mio Kartenverkauf + ca. 200 T€ Werbung, Vermietung, Programmverkäufe, Sponsoring, Spenden, …

– Was gibt es für Zuschüsse und von wem?

Zuschüsse 2014:

Plauen: 3481,2 T€

Zwickau: 4420,2 TE

Kulturraum: 7570,0 TE

– Wie groß ist jetzt die mögliche Finanzierungslücke?

Das kommt auf die Konstellation an, je nachdem, ob der Kulturraum an seinen Zuschüssen festhält oder auch kürzt – Spanne reicht von 4 Mio bis 10 Mio Finanzlücke im Jahr 2018 unter Berücksichtigung des Auslaufens der Haustarifverträge und jährlicher Preissteigerungen im Sachkostenbereich.

– Würde eine Reduzierung der Sparten wirklich so viele Kosten einsparen?

Das kommt auf die Sparte an. Es gibt „preiswertere“ und teurere. Auch je nachdem, wie viele Mitarbeiter da beschäftigt sind.

– Würde uns eine Trennung von Zwickau evtl. doch retten?

Meiner Meinung nach nicht. Zwickau ist ja nicht das Problem, Zwickau ist finanziell gut ausgestattet. Die Fusion mit Zwickau stellt das Theater immerhin schon mal auf zwei Beine, wichtig wäre es die Finanzierung zu stärken, indem man die Landkreise mit ins Boot holt. Wenn beide Städte schon Probleme mit der Finanzierung haben, wie soll das dann besser werden, wenn das eine Stadt alleine finanziert. Dann würden wir in Plauen höchstens ein kleines Schauspiel finanzieren können und das auch nicht auf einem sehr hohen Qualitätsniveau.