Schweiz

Deutschland will immer und überall Vorreiter sein und bekommt doch Nichts auf die Reihe.
Hier zeigt uns mal wieder die Schweiz wie es geht.
PS: Deutschland hätte bestimmt auch erst mal bei Monsanto nachgefragt, ob sie denn damit einverstanden sind wenn man deren Mist aus den Läden nimmt. Nicht auszudenken wenn die dazu  “Nein” sagen, dann müssten auch die Prüfergebnisse wieder in die Schublade!
Das ist Verbraucherschutz in Deutschland; Schutz des Verbrauchers vor Informationen, über gesundheitlich bedenkliche Produkte.
Andere Länder handeln einfach.
Dank an die Schweiz! Freut mich!!

D.Schlei

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Schweiz: Handelsketten werfen Monsantos “Glyphosat” aus dem Sortiment

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 Quelle: contra-magazin.com

Auch wenn die Auslistung trotz fangreicher Kritik etwas dauerte, so geschieht in Sachen Glyphosat wenigstens etwas. Das Unkrautvertilgungsmittel von Monsanto wird bei Coop und Migros nicht mehr verkauft.

Von Marco Maier

Nachdem die UN-Gesundheitsorganisation WHO das Unkrautvertilgungsmittel Glyphosat als “wahrscheinlich krebserregend” einstufte, haben die beiden Schweizer Großverteiler Coop und Migros beschlossen, sämtliche Produkte die diese Substanz beinhalten aus dem Sortiment zu nehmen. Auch wenn das Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft weiterhin behauptet, dass Glyphosat “unbedenklich” sei und für den Hobbybereich zugelassen bleibe.

Coop selbst hatte sich dazu entschieden, die Monsanto-Produkte unverzüglich aus den Regalen der Supermärkte und der Bau-Hobby-Märkte zu entfernen. Migros will diesen Schritt nächsten Dienstag vollziehen. Ursprünglich wollte Migros dies erst nächstes Jahr machen, doch der Druck von Umweltorganisationen und Konsumenten dürfte zu groß gewesen sein.

Zwar seien die wissenschaftlichen Studien zur Wirkung des Herbizids auf Menschen “widersprüchlich”, schrieb Coop, dennoch will man sich für “alternative Herbizid-Lösungen” einsetzen. Bislang habe man keine Konzentrate des umstrittenen Mittels verkauft, sondern lediglich “stark verdünnte, gebrauchsfertige Produkte”, die bis zu 48-Mal niedriger dosiert wären als jene, die in der Landwirtschaft verwendet werden.

Erst im Jahr 2013 untersuchte die Umweltschutzorganisation Global 2000 zusammen mit dem Netzwerk Friends of the Earth Urinproben von 182 Testpersonen aus 18 europäischen Ländern auf Glyphosphat. Das Ergebnis: Je nach Land konnte bei 10 bis 90 Prozent der Proben das Herbizid nachgewiesen werden. Umso verständlicher, dass ein Verbot gefordert wird.