Pressemitteilung 01.09.2011

Pressemitteilung der Bürgerplattform für demokratische Erneuerung e.V

 

Plauen, 01. September 2011

Wende-Denkmal mit Hakenkreuzen beschmiert – Akteure der Wende schockiert

Mit Entsetzen haben die Mitglieder der Bürgerplattform für demokratische Erneuerung auf das Beschmieren des Wende-Denkmals reagiert. „Es ist eine Tat, die nicht unkommentiert hingenommen werden kann“ so Steffen Unglaub, 1. Vorsitzender der Bürgerplattform.

Im Jahre 1989 sind tausende Bürgerinnen und Bürger des Vogtlandes auf die Straße gegangen und haben mit ihrem Mut die friedliche Revolution in Gang gesetzt. 21 Jahre später wurde dieser Mut mit einem Denkmal, dem ersten Wende-Denkmal in den neuen Bundesländern, geehrt.

Nun haben bisher Unbekannte versucht, dieses Denkmal mit Hakenkreuzen, einem Symbol unter dem viel Leid begangen wurde, zu entwürdigen.

Ist diese Tat politisch motiviert oder nur ein dummer Jungenstreich? „Wir, die Mitglieder der Bürgerplattform sind der Meinung, dass weder das eine noch das andere hinnehmbar ist“ erklärt ihr Sprecher Jörg Menke und stellt sich dabei die Frage, welche politische Motivation hinter der Schmiererei stecken könnte? „Ich komme dabei zu dem Ergebnis, dass es nur ein Streich von jugendlichem Leichtsinn oder das Werk dummer, verblendeter Menschen sein kann, die zuletzt mit einer Transparentaktion mit der Aufschrift „Rudolf Hess – Es war Mord“ in Plauen auf sich aufmerksam gemacht haben“ fährt Menke weiter fort.

„Wenn das Beschmieren das Werk dummer Jungen war, dann sollten wir uns fragen, wieso diese Symbole noch immer in unserer Gesellschaft verwurzelt sind“ bemerkt Unglaub abschließend.

Am 1. September jährt sich der Tag an dem 1939, mit dem Überfall der Wehrmacht auf Polen, der 2. Weltkrieg begann. Unter dem Zeichen des Hakenkreuzes fanden während dieser Zeit mehr als 55 Millionen Menschen den Tod. Das sollte unserer Gesellschaft im Gedenken an die Opfer immer im Bewusstsein bleiben.