Pegida

Haben wir nun eine Demokratie oder haben wir die nicht?
Wir haben die nicht!
So jedenfalls mein Eindruck im Umgang mit Pegida (“Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes”)
Die Protestbewegung Pegida (“Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes”) treibt in Dresden 10.000 Menschen gegen eine angebliche “Islamisierung des Abendlands” auf die Straße.
Unter den Demonstranten (Filmbericht) waren Hausfrauen, Gymnasiasten, Schüler und auch Rentner.
Politiker sehen hier “Neonazis in Nadelstreifen” oder “Rattenfänger” am Werk. Ihre Arroganz, ihre Dummheit lässt eben keine andere Meinung zu!
Kann man in diesem angeblich demokratischen Deutschland denn seine Meinung überhaupt nicht mehr äußern ohne gleich in die rechte Ecke gestellt zu werden?

Hintergrund:

Nach Angaben des Zentralinstituts Islam-Archiv in Soest gab es im Jahre 2008 bundesweit 206 Moscheen und etwa 2.600 Bethäuser sowie ungezählte so genannte „Hinterhofmoscheen“. Weitere 120 Moscheen sollen in Bau oder in Planung sein.
Ist das nun eine Islamisierung unserer Gesellschaft oder bilde ich mir das nur ein?
Ja, das ist eine Islamisierung unserer Gesellschaft!
Und darüber muß man hier als Bürger auch mal reden dürfen!
Darüber sollte man auch mit den Demonstranten reden.

Unsere Streitkultur ist leider bereits so verkümmert, dass jede Meinung, die nicht in das Berliner Politbüro passt,(wir haben immer Recht) sofort als ausländerfeindlich und rechtsextrem gilt. Eine Gegendemonstration ist aber eben auch der denkbar sinnloseste Weg um einen Dialog zu finden.

Warum bekommt auch die Presse keine einfache Meldung hin? Ist doch sogar was für die BILD: Ein Thema, Zwei-drei Zeilen, Große fette Zahlen, aber sie will nicht, oder kann nicht, wäre wohl zuviel Niveau und zuviel Verantwortung, wenn man den Demonstranten einfach mal zuhört und den Bürgern die Angst vor den Ausländern nimmt.

Auch  der Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, warnt davor, das Gros dieser Demonstranten mit Rechtsextremisten gleichzusetzen. “Wir müssen dringend einen Gesprächsfaden knüpfen”, sagte er gegenüber t-online.de. “Die Angst muss weg.”

Er sprach auch von politischer Bildung und  das ist etwas, was manchem Abgeordneten in Deutschland eben fehlt.

Hinweis: Bei den obigen Bemerkungen handelt es sich ausschließlich um meine Meinung!   Die Meinung anderer Mitglieder kann durchaus abweichend sein.

 D.Schlei

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Weiter sagt er:
“Viele der Demonstranten sind einfache Bürger, die sich benachteiligt fühlen. Das ist alarmierend. Wir dürfen deren Forderungen nicht einfach auf der Straße liegen lassen”, warnte er. Ohne Dialog drohe eine noch größere Gefahr: dass sich der Protest verselbständigt, vergrößert und radikalisiert.

Wichtig sei deshalb das permanente Angebot zum Gespräch von möglichst vielen Seiten, von der Politik, der Kirche, den Gewerkschaften, den Ausländerräten. “Wenn Pegida das dauerhaft ablehnt, bekommen sie selbst ein Problem.”
“Dialog mit besorgten Bürgern” führen

Pegida sei ein Sammelbecken verschiedenster Gruppierungen, die Ressentiments gegen Ausländer schüren. Es sei aber “nicht besonders intelligent”, wenn die Politik “reflexhaft mit Ablehnung reagiere und Pegida als rechtsextrem abstemple”. Bei Pegida handele es sich um eine “komplexes Phänomen”, auf das es keine einfachen Antworten gebe. Deshalb sei es auch so wichtig, die geäußerten Ängste ernst zu nehmen.

Natürlich marschierten bei Pegida auch Neonazis und Hooligans mit, aber die Mehrzahl der Teilnehmer seien “im guten Sinne besorgte Bürger”, so Richter.  Diese Menschen sehen sich offensichtlich von keiner Partei oder politischen Vereinigung vertreten und machten jetzt von ihrem Versammlungsrecht Gebrauch. Das sei in der Demokratie erst mal eine gute Sache, so Richter.
Richter, ehemaliger Teilnehmer an den 89er Demonstrationen, warb bereits in der ZDF-Sendung “Maybrit Illner” für einen “inhaltlichen Dialog mit besorgten Bürgern”. Man müsse “den Demonstranten” genau zuzuhören und den durchaus “mühsamen” Versuch unternehmen, sich mit ihnen inhaltlich auseinanderzusetzen. “Wir verstehen Pegida immer noch nicht. Wir müssen genau zuhören. Das braucht Zeit, offene Ohren und Herzen”.
Verharmlosungen als “andächtiger Spaziergang” seien falsch.

Richter warnte auch davor, die Initiatoren der Bewegung zu unterschätzen: “Das sind politische, intelligente Figuren.” Ihre Reden seien aggressiv, aber die Demos an sich werden als “Spaziergang verharmlost”. Sie erfolgen “still, schweigend und andächtig”, so Richter, der sich auch die letzte Veranstaltung in Dresden angeschaut hatte. Das mache die Veranstaltung “unangreifbar”. Pegida konterkariere den traditionellen Vorwurf, dass Rechtsextreme aggressiv sind. “Sie tun genau das Gegenteil von dem, was man von ihnen erwartet – ein geschickter Schachzug.”

Richter forderte von der Politik, sich mit Vertretern der Zivilgesellschaft und von Pegida an einen runden Tisch zu setzen. Auf Bundesebene könnte es eine “große Asylkonferenz” geben, schlug er vor.

“Wir müssen mit den Bürgern darüber reden, wie wir mit Asylbewerbern umgehen wollen, wie viele wir aufnehmen können, wie und wo sie untergebracht werden.” Dazu gehöre auch, darüber aufzuklären, wie viele Salafisten und radikale Islamisten es überhaupt gebe – um den Menschen ihre diffuse Angst zu nehmen. “Wir müssen endlich für alle verständlich durchbuchstabieren, was es heißt, ein Einwanderungsland zu sein.”