Panzerstrasse

Podiumsdiskussion zu Thema “Panzerstrasse” auf oder zu

Syratal

So nun ist es raus: 58 Vogelarten treiben im Syratal ihr “Unwesen”. Also ein Grund mehr sich an die jetzige Regelung zu halten, die der OB Oberdorfer als seine früher in den Stadtrat eingebrachte und später auch praktizierte Reglung offenbarte. Er sagte, dass diese Regelung vorsieht,  dass diese Straße durchaus in Ausnahmefällen geöffnet werden kann, sonst aber zu bleibt.

Ich sehe das genau so, bin damit aber nicht mit jedem, der im Podium sitzenden,  gleicher Meinung.

Herr Schaufel, (Initiative pro Öffnung), Herr Gerbeth (FDP Fraktion und Landtagskandidat) und Herr Zenner (CDU Fraktionschef) sind der Meinung, dass man durchs Syratal uneingeschränkt fahren können sollte.

Claudia Hänsel (Fraktion Die Linke) , Dieter Rappenhöner (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) und Hans Leipold (Bürgerinitiative LSG Pro Syratal) sind gegen die Öffnung.

So wurden den Abend über die verschieden Gründe, mal  mehr mal weniger glücklich, an die Zuhörer gebracht.

Beispielsweise ging es um Sicherheitsbedenken für die  Kinder des Kindergartens “Am Fuchsloch” der dann unmittelbar an einer stark befahrenen Straße liegen würden. Ingo Eckardt wies nebenbei darauf  hin, dass man doch aber diese Sicherheitsbedenken auch für die Behinderten aus  Kauschwitz haben sollte und mahnte an, dass es zwischen Kauschwitz und dem Plauenpark keinen Fußweg gebe und dies schnellstens geklärt werden müsse.

Das  Argument der Passierbarkeit für Rettungsfahrzeuge wurde den “Schließungsgegnern”abe r jäh genommen und zwar von Frau Dr. Guth. Sie sagte, dass die Rettungsfahrzeuge für Kauschwitz und der näheren Umgebung aus Mehltheuer kommen und damit die Straße durchs Syratal gar nicht benutzen.

Mein Hinweis, auf eine fehlende Umgehungsstraße wurde irgendwie nicht so recht ernst genommen. Herr Brosig, Verkehrsplaner im Rathaus, tat es mit der Begründung ab, dass man dann um die Neundorfer Teiche oder durch andere schützenswerte Gebiete durch müsste.

Ich weiß nicht, Treuen, Elsterberg und Oelsnitz haben es doch auch geschafft.

Man müsste in Plauen nur eben endlich einmal etwas richtig machen. Sollte das denn wirklich  nicht möglich sein?

Ach ja die Volksabstimmung. Diese bewirkt und nur  bei Zustimmung, dass die Planungen erst  anlaufen. Bisher ist planungstechnisch nichts passiert, deshalb kann man auch keine Kostenaussage treffen, so Herr Sárközy (Bürgermeister Geschäftsbereich II) und Herr  Tillmann (Bereichsjurist Geschäftsbereich Oberbürgermeister).

Angesprochen wurde auch, dass der jetzigen  Untergrund der “Panzerstrasse” nicht für einen Dauerbetrieb ausgelegt wurde, dass der Winterdienst Salz ausbringen müsste, das dann wieder der Vegetation schadet und das das Argument, Gewässerschädigende Transportfahrzeuge verbieten zu wollen nicht greift, weil schließlich jedes Fahrzeug und auch PKWs mit Gewässerschädigenden Benzin unterwegs sind.

Bleibt zu hoffen, dass die Plauener beim Bürgerentscheid, wie auch bei den Landtagskandidaten, das Kreuz  an der richtigen Stelle machen.