Kommentar Dr

Nach meiner Kenntnis sind der Journalist und damit die Medien lt. Mediengesetz zur Objektivität und Neutralität verpflichtet.
Seit ca. einem Jahr geht eine zunehmende Zahl von mit der aktuellen Politik unzufriedener Bürger in verschiedenen Städten der Bundesrepublik auf die Straße. Besonders erbost die Demonstrierenden der Satz der Kanzlerin “Wir schaffen das”!,obwohl der Flüchtlingsstrom gewaltig ist und ständig zunimmt.
Obwohl nicht geleugnet werden kann, dass rechte Kräfte sich unter die Demonstranten mischen und derartige Veranstaltungen mitunter auch organisieren und nicht akzeptable Vorfälle provozieren – z.B. bei der nach rechts triftenden Pegidabewegung in Dresden – werden alle mit der deutschen u. europäischen Politik Unzufriedenen medial als Rechte und Fremdenhasser tituliert. Selbst Spitzenpolitiker bedienen sich eines rüden Vokabulars.
In den Medien werden den “Gutmenschen”, die den politischen Mainstream vertreten, reichlich Kommentarplatz bzw. -zeit eingeräumt. Gründe der Protestanten auf die Straße zu gehen, werden kaum wahrgenommen und veröffentlicht (Sorge um Arbeitsplatz, Gefahr des Lohndumpings, kulturelle und religiös bedingte Konflikte, soziale Vernachlässigung der eigenen Bürger,außenpolitisch großzügiger Umgang mit Steuergeldern, wachsende Kriminalität bei personellem Abbau der Polizei u.a.)
In Plauen hat sich seit einigen Wochen eine politische Protestbewegung etabliert, die sich “Wir sind Deutschland” nennt. Die Organisatoren legen Wert auf die Ablehnung des linken und rechten Extremismus u. begreift sich als demokratisches Plattform. Die sonntäglichen Kundgebungen zeugen von einer hohen Streitkultur mit Disziplin. Es gab bisher keine Störungen weder von”rechts” noch von “links”.
Wenn ich in den Berichten der Printmedien u. im MDR über diese Veranstaltungen bereits in den Überschriften tendenzielle Formulierungen finde, z.B. nicht nachvollziehbare sinkende Zahl an Teilnehmern) u. im Artikel selbst die positiven Statements zur Regierungspolitik und verbale Ausrutscher der Gegner dominieren, dann kann ich nicht von einer journalistischen Neutralität sprechen. Die Kommentierung des demokratischen Rechtes auf Meinungsfreiheit u. Rederecht wird medial eingeschränkt !
Die auf der Plauener Kundgebung am 18.10.15 erhobene Aufforderung an die kommunalen u. überregionalen Parlamentarier des Vogtlandes die Politik ihrer Partei vor den Demonstranten zu erklären, wurde von den Medien nicht verbreitet. Persönlich war offenbar kein Parlamentarier anwesend. Dabei wurde in der Vergangenheit von den über ihr Volk enttäuschten Spitzenpolitikern geäußert, wir müssen unseren Bürgern Politik erklären, mit ihnen ins Gespräch kommen !?

Der Begriff “Lügenpresse” ist sicher überzogen, aber neutral und objektiv sind unsere Medien nicht !
Dr.Frank Grünert

Bürgerplattform für demokratische Erneuerung e.V.