Ifo- Institut

Das ifo Institut hat die Rechtsstellung eines eingetragenen Vereins.

Es ist vom Finanzamt als gemeinnützig! anerkannt. Dies bedeutet unter anderem, dass Zuwendungen an das Institut steuerlich abzugsfähig sind.

ifo Spezialthema: Freihandelsabkommen

Vorschläge für ein umfangreiches Freihandelsabkommens (Handel von Gütern und/oder Dienstleistungen) zwischen den USA und der EU wurden in der Vergangenheit immer wieder vorgelegt. Ein transatlantisches Freihandelsabkommen (TAFTA – Trans Atlantic Free Trade Agreement) ist vor dem Hintergrund (i) erodierender Wettbewerbsfähigkeit der Industriestaaten gegenüber Schwellenländern wie China oder Indien, (ii) dem langjährigen Stillstand bei der multilateralen Handelsliberalisierung im Rahmen der WTO, und (iii) der in der Krise verstärkt hervortretendenden Notwendigkeit wachstumsstärkender struktureller Reformen zu sehen. Ein TAFTA-Abkommen würde alle bisherigen Dimensionen von bestehenden Freihandelsabkommen übertreffen und einen Freihandelsraum schaffen, der nahezu 50% der globalen Wirtschaftsleistung repräsentiert, bei nur 11,8% der Weltbevölkerung.

In einer Studie zu den Dimensionen und Auswirkungen eines Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA kommt das ifo Institut zu dem Schluss, dass ein tiefgreifendes Handelsabkommen, welches auch nichttarifäre Handelsbarrieren (z.B. Importquoten) absenkt, zu einem Anstieg der Exporte in die USA vor allem in mittelständischen Unternehmen führt. Die Reallöhne in Deutschland würden um etwa 1,6% zunehmen und die Arbeitslosigkeit geringfügig sinken. Innerhalb der EU würden vor allem kleinere Länder überproportional profitieren. Nachhaltig negative Effekte auf das Welthandelsregime sind indes nicht wahrscheinlich.