Hartz IV

Gilt ein Hartz IV Empfänger mit 8,- € mehr im Monat jetzt als reich?

Wenn man sich mit dieser Geschichte befasst, merkt man sofort einen großen Unterschied. Beim Bürger dauert es immer sehr, sehr lang, bis etwas beschlossen wird und noch viel länger, bis es umgesetzt wird. Und dabei geht es doch meist um Kleinigkeiten.
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) warnte vor einer zu starken Anhebung. “Ein höherer Hartz-IV-Bezug wird schnell zum Vermittlungshemmnis, nämlich dann, wenn die Grenzen zwischen Erwerbseinkommen und Arbeitslosengeld II verschwimmen”, sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt.
Hab ich hier etwas verpasst? Hier geht es um 8,-€ mehr im Monat und nicht 500,-€ und damit 60% eines “normalen” Arbeitnehmerlohns, wie es sich eine andere Berufgruppe anmaßt zusätzlich wert zu sein und das dann noch rückwirkend
Und auch bei Herrn Alt sieht man, dass er für seine Arbeitsleistung völlig überbezahlt wird, denn seine Einschätzung zeigt, dass er von dem, was er und seine Behörde eigentlich macht, oder machen sollte, gar keine Ahnung hat.
Die Bundesagentur für Arbeit ist seit Jahren unfähig, Arbeit zu vermitteln und schiebt Arbeitslose in Zeitarbeit oder in Minijobs und somit in die Armut!
Wenn die Grenzen zwischen Erwerbseinkommen und Arbeitslosengeld II “verschwimmen”, dann ist es nicht, weil der Hartz IV Satz zu hoch ist, nein das ist weil der Lohn des Arbeitnehmers viel zu niedrig ist! Dies hängt aber mit der Wertschätzung der Arbeit anderer zusammen und da hat manch Arbeitgeber, manch Politiker und manch Vorständler eben seine Probleme.
Die Löhne werden immer weiter gedrückt und nähern sich so immer mehr dem Hartz4 Satz an. Würde man den Arbeitnehmern einen anständigen Lohn zahlen, gäbe es dieses “Abstandsproblem” gar nicht.
Diese verbale Diarrhö, die Löhne zu senken und den Hartz IV Satz niedrig zu halten um so einen Abstand zwischen Arbeitnehmern und den Hartz IV Beziehern zu erreichen
ist geschmacklos und menschenverachtend!

Also es geht weiter, die Massenverdummung und die Hatz auf Hartz IV Bezieher

 

Hinweis: Bei den obigen Bemerkungen handelt es sich ausschließlich um meine Meinung!   Die Meinung anderer Mitglieder kann durchaus abweichend sein.

D. Schlei

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 Hartz IV soll um acht Euro steigen
afp, dpa, AFP

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Acht Euro mehr bekommen Hartz-IV-Empfänger künftig – zu wenig, sagt der Paritätische Wohlfahrtsverband. (Quelle: Steinach/imago)

 

 

 

Die Bundesregierung will den Hartz-IV-Regelsatz einem Zeitungsbericht zufolge zum Jahreswechsel um acht Euro anheben. Der Satz solle von 391 Euro auf 399 Euro pro Monat steigen, berichtet die “Bild”-Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Der Betrag für Kinder bis sechs Jahre solle um 5 auf 234 Euro angepasst werden.
Das Bundeskabinett wolle die Erhöhung am 17. September beschließen, am 10. Oktober solle der Bundesrat grünes Licht geben.
Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband übte Kritik. “Der derzeitige Regelsatz ist ein trickreich klein gerechneter Armutssatz”, sagte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider der Zeitung. Nach Berechnungen seines Verbands müsse der Satz mindestens 447 Euro betragen.
Mahnende Stimmen gegen “zu starke Anhebung”
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) warnte hingegen vor einer zu starken Anhebung. “Ein höherer Hartz-IV-Bezug wird schnell zum Vermittlungshemmnis, nämlich dann, wenn die Grenzen zwischen Erwerbseinkommen und Arbeitslosengeld II verschwimmen”, sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt.
Ähnlich äußerte sich der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, “Arbeit muss sich mehr lohnen als Arbeitslosigkeit”, sagte er dem Blatt. Allerdings halte er eine moderate Anpassung der Regelsätze für gerechtfertigt.
Die Regelsätze für Langzeitarbeitslose und ihre Familien werden seit 2012 jeweils zu Jahresbeginn angepasst. Die Geldleistungen werden entsprechend der Entwicklung von Löhnen und Preisen im Verhältnis 70 zu 30 fortgeschrieben. Zuletzt war Hartz IV zum 1. Januar 2014 erhöht worden. Damals stieg der Regelsatz für Alleinstehende von 382 auf 391 Euro.