Besuch

 

Am 31. Mai 13 besuchte eine Delegation von ca. 25 Leuten eines Vereins aus Münster, mit dem Namen “West-Ost-Forum Münster e.V. die Stadt Plauen. Der Kontakt wurde über das Kulturamt der Stadt Plauen hergestellt.

Die Vereinsmitglieder waren auf die Rolle Plauens im “Wendeherbst 89” aufmerksam geworden. Sie wollten mit Zeitzeugen ins Gespräch kommen. Über das Kulturamt wurden, wie von den Gästen gewünscht,  einige Personen befragt. Zugesagt hatten Wolfgang Sachs, Steffen Unglaub, Siegfried Schaller und Dr. Grünert.

Am “Wendedenkmal” erklärte Herr Sachs die Bedeutung des bürgerfinanzierten Denkmals in Verbindung mit der Symbolik. Der ursprünglich vorgesehene Gang auf der Demoroute fiel buchstäblich ins Wasser und ab 18 Uhr waren wir Plauener zur Diskussion über die Ereignisse in Plauen im Herbst 89 im “Kartoffelhaus” eingeladen. Die Münsteraner waren vom Engagement der Plauener Bürger sehr angetan und wir Plauener waren erstaunt, dass sich Menschen nahe der holländischen Grenze so stark für das Leben am ehemaligen “Eisernen Vorhang” interessierten und sich für die Rolle Plauens während der “Friedlichen Revolution” begeisterten.

Plauen, das 89 medial übersehen wurde, scheint auch noch nach fast 25 Jahren in seiner Bedeutung für die Wiedervereinigung Deutschlands zunehmend anerkannt zu werden.

Ein Auszug aus der Rede des Vereinsvorsitzenden des West-Ost-Forum Münster e.V. Herrn Michael Tillmann anlässlich der Feierstunde zum Tag der deutschen Einheit , gehalten am 02.10.2012 in Münster (Festredner war Minister Thomas de Maiziere) lautet :

“………..Mindestens genauso staunens- u. bewundernswert wie das Handeln der Politiker im Frühjahr u. Sommer 1990 sind Mut u. Zivilcourage der Bürgerinnen u. Bürger, die sich im Herbst 1989 auf den Straßen ihre Freiheit erkämpften. Vor einigen Tagen waren wir mit einer Gruppe des West-Ost-Forums in der sächsischen Kleinstadt Plauen (Kleinstadt-ich habe Protest eingelegt). Und wir konnten staunend dort zur Kenntnis nehmen, dass hier bereits am 07. Oktober, als in Berlin unter grotesken Umständen der 40. Jahrestag der DDR gefeiert wurde, mehr als 10 000 Menschen für Freiheit u. Demokratie demonstriert haben- ganz ohne Schutz westlicher Reporter u. Kameras…”

Dr. Grünert