A 400 M

 

Auto

 

 

 

Ich habe da kürzlich ein tolles Auto gesehen . Eine tolle, windschnittige Form, elegant. Machte schon etwas her. Kommt man näher, sieht man, dass es nur 3 Räder hat, der Tank etwas raus schaut und auch sonst scheint es noch Mängel zu geben. Blinker funktionieren, aber nur vorn. Das müsste man noch nachbessern, sagt der mit staatlichen Forschungsgeldern schon üppig bedachte Autohersteller. Eine Einparkhilfe ist zwar  vorgesehen, aber auch die muß später erst noch eingebaut werden. Dieses Fahrzeug ist ja eine Gemeinschaftsproduktion und weil man ja , sind wir doch mal ehrlich, in jedem Land etwas anders rückwärts einparkt, mußte man viel bedenken und deshalb auch die 4 Jahre spätere Fertigstellung.
Was- Ihr denkt, dann kaufe ich eben so ein Auto nicht, so dumm kann doch keiner sein- oh doch, die Bundesregierung.
Nur geht es dabei nicht um ein Auto, sondern um ein Flugzeug, den A400 M.

Die spätere Fertigstellung hat ja auch Vorteile. So konnte der Steuerzahler 4 Jahre länger drauf sparen, denn dieser halbfertige Flieger kostet jetzt natürlich viel, viel mehr Geld. Der Preis stieg von 125 Millionen auf 175 Millionen Euro pro Flieger an. Das stört die Bundesregierung aber nicht, denn die hat ja auch schon für Panzer bezahlt, die nicht fahren und für Hubschrauber , die nicht fliegen.
Dümmer gehts nimmer!
Aber offenbar regt das hier niemanden auf. Der Bundesrechnungshof wird es zwar wieder kritisieren, aber das wars dann auch. Juristisch hat das in diesem angeblichem Rechtsstaat, keine Auswirkung! Keine Anzeige wegen Steuerverschwendung, keine Diätenkürzung, kein Regreß . An so etwas wurde im steuer finanzierten Bundesregierungsparadies nicht gedacht.

53 dieser “Problemvögel” sind bestellt, 40 davon will man dann  behalten.

Das macht dann also 40 mal  50 Millionen Mehrkosten=Steuerverschwendung !

Warum regt es mich so auf?
Weil ich erst kürzlich einen Bericht im Radio hörte, in dem es darum ging, dass Hartz IV Empfänger aus der Wohnung mussten, weil diese 7  m2 zu groß war und sie sich die Differenz, die sie selbst hätte aufbringen müssen , nicht leisten konnten. Die Wohngegend und das Wohnumfeld wird vom Amt vorgegeben und richtet sich nach den Mietkosten im Umfeld. Auch sonst war es an Menschenverachtung und Demütigung nicht zu überbieten.
Aber- so des abschließende Kommentar des Arbeitsamtsmitarbeiters ” Wir wurden vom Gesetzgeber aufgefordert mit den Steuergeldern sorgsam umzugehen und das wird auch überprüft”
Da weiß man wo man einsparen kann und das trotz dem “C” oder dem “S” im Parteinamen.

 

Hinweis: Bei den obigen Bemerkungen handelt es sich ausschließlich um meine Meinung!   Die Meinung anderer Mitglieder kann durchaus abweichend sein.

 D.Schlei

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 A400M- kein Billigflieger

Airbus-Militärtransporter: Erster A400M auf Fliegerhorst Wunstorf gelandet

Erste Airbus A400M in Wunstorf gelandet

Militärtransporter A400M: Das lange Warten auf den Pannen-Airbus

53 Exemplare hat die Bundeswehr bei Airbus bestellt, jetzt wurde der erste Militärtransporter A400M ausgeliefert. Noch ist ungeklärt, ob er vier Jahre oder nur 18 Tage verspätet ist.

Wunstorf – Fast ist es ein Weihnachtsgeschenk geworden: Fünf Tage vor Heiligabend ist Deutschlands erster neuer Militärtransporter vom Typ A400M auf seinem künftigen Stützpunkt Wunstorf bei Hannover gelandet.

Die Maschine war am Morgen vom Airbus-Montagewerk im spanischen Sevilla aus gestartet. Dort war sie zuvor wochenlang von einem Luftwaffen-Team überprüft und am Donnerstag dann offiziell übergeben worden. Der Leiter des Teams, Oberstleutnant Christian Schott, flog die Maschine nach Wunstorf.

Die auch “Atlas” genannten Flieger lösen die bis zu 46 Jahre alten “Transall”-Transporter ab. Insgesamt hat Deutschland 53 Exemplare bestellt. 40 erhält die Bundeswehr, 13 sollen weiterverkauft werden.

Allerdings gibt es seit Langem Streit zwischen Airbus und dem Verteidigungsministerium als Kunde über Kosten und Zeitplan des Rüstungsprojekts. Es geht um die Frage, mit wie viel Verzögerung die Turboprop-Maschine ausgeliefert wurde. Das Ministerium geht von vier Jahren aus. Es bezieht sich auf den ursprünglichen Kaufvertrag von 2003, in dem August 2010 als Auslieferungstermin festgelegt wurde.
Bei Airbus gilt eine andere Zeitrechnung. Bei der 38. Änderung des A400M-Vertrags 2011 sei der Auslieferungstermin auf den 30. November 2014 verschoben worden, heißt es aus der Verteidigungssparte des Konzerns. Deswegen könne man juristisch gesehen nur von 18 Tagen Verspätung sprechen. “Ob man 18 Tage als Verspätung oder noch als ziemlich pünktlich bewertet, liegt im Auge des Betrachters”, erklärte ein Sprecher.

yes/dpa